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Samstag, 21. Mai 2016
Nichtschwimmer für 30 Personen
Mit Klock die Tasse mit dem halbkalten Kaffee auf die Steinplatten gestellt neben dem frisch vom Blütenstaub freigewienerten Liegestuhl unter dem exakt gegen die Sonne ausgerichteten Sonnenschirm, dem der Gartentisch mit dem Drillbohrer drauf Platz machen musste. Im Stehpult in einem Fielmannetui die 3-EUR-Sonnenbrille aus dem Türkeiurlaub wiedergefunden, die ein Maria-Callas-Undurchdringliches macht, das nicht zur Gustafsson-Lektüre passt, aber der strenge Dunst des Öls, das sprudelnd in den Tisch eingezogen ist, den Tisch aus einer Zeit, als die Tüllen der Kaffeekannen noch unten am Boden begannen, der Öldunst aus der Schweizerflasche passt auch nicht zum Maria-Callas-Outfit, das dem Amselmann nicht gefällt auf seiner Terrasse. Und schon ziehen Wolken auf.

Climacteric is providing an unknown challenge: facing another decade of being a member of a demanding business society without knowing how to promise anything regarding the next two weeks. Nor knowing what kind of granny to become. (Mal sehen ob jemand auf das nagelneue Business Blog called "My Room" - für jeden gleich, für jeden Sy Room - einsteigt. Über Datenbanken und Clowds schreiben schon andere.)

By Oma geeps Airdbearn.

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Montag, 16. Mai 2016
Quince Essence
Die Quitte blüht' in großen Schalen.
Ich wollt, ich könnte rosa
gestreift und freundlich schauen und
sanft wackeln, fallen dann
als eine ihrer Blüten.

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Montag, 9. Mai 2016
Gänseblum
Die Quitte blüht in großen Schalen. Ich wollte, ich könnte so rosa gestreift und freundlich schauen und sanft wackeln wie jede dieser Blüten.

Sie bremsen mich schon wieder.

Mein Blau ist euer Grün.

Auf niemanden ist sich zu stützen, und so wird der Stock im Arsch zur physikalischen Notwendigkeit.

Schlaf Sieben Fluchten
Er liebt mich nicht

Dienstag, 3. Mai 2016
Ferngruß von Bett zu Bett
von Joachim Ringelnatz
Wie ich bei dir gelegen
Habe im Bett, weißt du es noch?
Weißt du noch, wie verwegen
Die [Luft] uns stand? Und wie es roch?

Und all die seidenen Kissen
Gehörten deinem Mann.
Doch uns schlug kein Gewissen.
Gott weiß, wie redlich untreu
Man sein kann.

Weißt du noch, wie wir's trieben,
Was nie geschildert werden darf?
Heiß, frei, besoffen, fromm und scharf.
Weißt du, dass wir uns liebten?
Und noch lieben?

Man liebt nicht oft in solcher Weise.
Wie fühlvoll hat dein spitzer [Hund] bewacht.
Ja unser [Glück] war ganz und rasch und leise.
Nun bist du fern.
Gute Nacht.

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Montag, 2. Mai 2016
Schlaflied
von Paul Celan
Über die Ferne der finsteren Fluren
hebt mich mein Stern in dein schwärmendes Blut.
Nicht mehr am Weh, das wir beide erfuhren,
rätselt, der leicht in der Dämmerung ruht.

Wie soll er, Süße, dich betten und wiegen,
daß seine Seele das Schlummerlied krönt?
Nirgends, wo Traum ist und Liebende liegen,
hat je ein Schweigen so seltsam getönt.

Nun, wenn nur Wimpern die Stunden begrenzen,
tut sich das Leben der Dunkelheit kund.
Schließe, Geliebte, die Augen, die glänzen.
Nichts mehr sei Welt als dein schimmernder Mund.

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