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Samstag, 22. November 2014
Zeit
Für dunkle Nachmittage: In jeder Reihe (senkrecht und waagerecht) müssen die Buchstaben Y, E, A und H genau je einmal vorkommen. Die Buchstaben am Rand zeigen an, welcher Buchstabe diesem Ende der Reihe am nächsten ist.

Ich hatte Spaß damit. Vielleicht haben Sie ja auch Spaß damit.

        Y   Y   H
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A *   *   *   *   *   * H
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E *   *   *   *   *   *
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                E

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Donnerstag, 13. November 2014
Zeiten
Wenn die Dämmerung einsetzt, häufen sich die Fehler. Bauerngene. Zeit, Schluss zu machen und sich mit einer Decke und einer Brotzeit in einen Sessel zu setzen, aber sie machen dann Licht an und sagen, komm mit, wir holen noch Kaffee. Um halb acht die Haustür aufschließen, ein bisschen räumen, ein bisschen stricken, duschen, einen Zettel schreiben für das späte Vögelchen und dann Zeit, Schluss zu machen. Schlaf, 9 Stunden mindestens. So durchhalten bis Ende Februar. Könnte klappen und muss auch. Einen Tag abfeiern im Monat, als Eigenlohn. November Hamburg, Dezember Berlin. Linienbus – nach Feierabend einsteigen und dort wieder aussteigen, ich hoffe, es ist schön schummrig darin. Das Tempelhofer Feld wartet schon lange, auch der Tango dort, von dem Märchenhaftes berichtet wird. Wohin im Januar? Welche Tapete aufziehen? Vorher aber: Weihnachten für mich, sie verstehen es nicht und würden nicht so darauf herumfragen, wenn sie bemerkten, dass sie so viel anderes auch nicht verstehen. An Weihnachten fällt es ihnen dann immer auf. Du warst allen immer unheimlich, sagte die Mutter kürzlich zu mir.

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Samstag, 8. November 2014
Liveticker
Köln hat nach 11 Spieltagen 11:11 Tore. Alaaf!

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Donnerstag, 6. November 2014
Stern halb leucht

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Differencias
Ein herrlicher langgezogener Raum so lang wie die ganze Kirche, im Fußboden die "Ruhe Kammern" in gleichmäßiger reihenweiser Anordnung, mit hanseatisch sparsamer Beschriftung auf allen Gräbern, auch auf denen der schon zu ihren Lebzeiten Berühmten. Eine gleichmäßige Säulenordnung stützt das wirklich niedrige, zu den Säulen tief hinuntergezogene Gewölbe, das den Besucher zu kreuzförmigem Gehen zwingt, Diagonalen sind nicht möglich.

Diese Krypta ist eine Rumpelkammer. An den Säulen jeweils zu mindestens zwei Seiten seltsam magere Vitrinen für die Flachware: interessante Exponate hineingepackt wie von einer Schulklasse arrangiert. Andere Vitrinen, anders in der Anmutung und im Material, zum Teil schrägstehend vor den Seitenwänden, wieder andere in den Raum gerückt, auch irgendwie schräg hineingestellt. In den Nischen wiederum interessante Exponate der Bestattungskultur früherer Jahrhunderte, teils mit unbeholfenen, simpel kolorierten Zeichnungen simpel illustriert. In einer Nische eine Stehlampe, IKEA. Staubig. Ohne Funktion, da ohne Steckdose. Eine weiß lackierte kleine Kirchenbank (ein Dreisitzer), darauf ein Stapel Sitzkissen. Ein Rollwagen mit einem einzelnen Stuhl darauf. Oh, noch eine Stehlampe, ein bisschen um die Ecke gestellt. Schätzungsweise Fünfziger Jahre, ob staubig oder nicht, kann man nicht erkennen, da sehr dunkel positioniert. Ah, ein Altar, es werden offensichtlich Andachten gefeiert. Auf der kleinen Orgel zwei einzelne schlichte Kerzenleuchter, das ist schön. Daneben ein gigantischer Opferleuchter aus Metall, der auf den Flohmarkt gehört. Huch, ein Marimbafon. Ah, hier wieder Fotos an den Wänden. Hui, der Bachsche Stammbaum als Baum mit grünen Blättern, das macht man doch schon lange nicht mehr. Naja, auch auf alten Plakaten stimmen natürlich die Fakten. In Nischen Originalstücke, die vom großen Brand vor 100 Jahren übrig- und verbogen geblieben sind, aber nicht nur hier, so etwas war doch auch links seitlich schon zu sehen, so ein geschmolzener Christus. Auch die Uhrzeiger aus der Zeit, mit goldenem Lack übermalt, an einer Wand. Beeindruckend die Länge, immer wieder, wenn es um Turmuhren geht.

Lange metallene Lichtschienen entlang der flachen Gewölbedecken spenden Industrielicht. Um alle Säulen Rinnen, aus denen eidottergelbe Lichterschlangen die weißen Decken mehr beschmieren als beleuchten. Ein Kampf, in dem der Besucher nicht richten will.

Abgeteilte Kabuffs wie auf einem Siebziger-Jahre-Dachboden, teils mit beknauften Türen, teils nur mit Gittertüren wie Kaninchenställe abgeteilt, die offenstehen. Darin Staubsauger, Stuhlstapel auf Rollwägen, bunte Plastikklappboxen, Stapel von weißen Textilien in Plastiksäcken. Alles auf den Grabplatten, wie gesagt, die Stalltür steht allen Interessenten offen.

Natürlich wackelt ein kleines Konzertpodest auf diesem Boden aus großformatigen Steinplatten, aber man kann es ja mit fransigen Teppichbodenresten unterfüttern. Ein staubiger bronzefarbiger Deckenfluter balanciert kippelig im Gestrüpp seiner Kabel, die von weit hergeholt werden. Die Notenständer sind hochmodern und wunderbar mattschwarz, sie kommen aus der Hauptschiffmusike, klar.

Küsterei, könnt ihr mal bitte euer Hörgerät anschalten? Räumt doch mal euren Saustall hier unten auf. Ihr seid doch hier die Hamburger (!!) Haupthauptkirche (!!), fragt doch mal jemanden, ob hier nicht mal ein ordentliches Ausstellungskonzept samt Licht- und Ausstattungsberatung eingekauft werden kann, ungefähr von der Güte, die in der Kirchenmusik selbstverständlich ist. Schließlich zahlen eure Gäste an normalen Tagen Eintritt für den Rundgang hier.

[Non]
Sonntag, 12. Oktober 2014
Abfuhr
Achtung, eine wichtige Durchsage. Alle Familienväter, die mit mir schlafen wollen, möchten sich bitte unverzüglich dahin begeben, wo der Pfeffer wächst. Es steht am Ausgang ein Bus bereit.

[ira]
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