Mittwoch, 8. Dezember 2010
Jüzan
"Gott" sei als Name für Gott nicht geeignet, denn das Wort sage viel zu klar aus, wer das sei, und das wisse man doch gar nicht.
Deshalb nenne sie ihn ab sofort Jüzan.

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Das Bett noch warm
Dankbar für die milde Freundlichkeit dieser Stunde am Morgen, wenn keiner mehr im Haus ist außer mir, wenn die Handgriffe sitzen und doch jederzeit ausfallen können, wenn der Schnee der Nacht schon weggefegt ist, die Socken sind aber noch an den Füßen. So still, so grundwarm, so ungeschminkt. Fried und Freud.

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Dienstag, 7. Dezember 2010
Vergiss mich nicht, helle Stimme der Tage.

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Montag, 6. Dezember 2010
Normal und Thuper
Noch mindestens eine halbe Stunde länger hätte ich dem Menschen mit der schönen Lesebrille und dem feinen Duft zuhören können, der mit aufgeklapptem Laptop in meiner Küche saß und mir den Unterschied zwischen H-Gath und L-Gath und zwischen verschiedenen Gathdüthen und Gewindestärken für nord- und thüddeutsche Gathverthorger (hier Gath auth Ruththland, dort Gath auth Holland und vonne Nordthee) auseinandersetzte.

Donnerstag, 2. Dezember 2010
Liebe Gemeinde,
ich habe Ihnen heute etwas mitgebracht. Es ist das, was die erste Kerze am Adventskranz mir heute auf den Tisch getropft hat. Eine tropfende Kerze, werden Sie fragen, was soll die mir sagen können? Ja, liebe Gemeinde, wie oft dürfen wir uns wundern darüber, was wir im Alltag, in den Dingen um uns herum an Ideen und schönen Bildern finden können, und gerade wo wir es nicht erwarten, entdecken wir immer wieder Zeichen, die zu uns sprechen. Wir dürfen in einem Moment des Innehaltens unseren Dank für alle unsere Begabungen empfinden, aber auch unsere Wünsche und Hoffnungen sollen nicht verborgen bleiben. Und so möchte ich Sie einladen, still zu werden und sich einzulassen auf die Betrachtung dieses Bildes. Ich möchte Sie einladen, sich Ihren eigenen Gedanken hinzugeben und sich einfach kurz zu freuen. Sich zu freuen an dem, was in Ihnen ist und an dem, was dieses Bild zu Ihnen sagt.

Eine gesegnete, erfüllte Adventszeit wünscht Ihnen
Ihr
Pastor Andreas Quadrathase

[Non]
Sonntag, 28. November 2010
Schlaf, mein' Wonne, schlaf, mein' Krone
Ihr alle, die ihr genug habt von fußgängerzonenkompatiblen Glockenjingels und clownsnasigen Rentieren! Ich hab was für euch: das gute Lied. Zu Advent, zu Weihnachten, und zu Epiphanias auch noch. Wer im Konfirmandenunterricht nicht aufgepasst hat oder gar nicht da war: hier ist die gute neue Mär des Engels, sehr schön erzählt von Dr. Martin Luther, und hört die Rosen im Dornenwald! Rosen, wo sieben Jahr' nichts wachsen wollte! Das Kind, der etwas zimperliche Vater dazu, der noch ganz verschossen ist in die reine Magd, die er da begleiten darf, und die ihn braucht, wie wir das Kindlein brauchen, das uns armen Menschen gleich worden ist - Christ der Retter ist da. Reger, Mendelssohn, Silcher und auch ein paar kleinere, aber verdiente Meister - deutsche Romantik von ihrer schlichten Seite und von ihrer kunstvollen auch, tief empfunden und doch so simpel, und verachtet sie nicht; sie hat einen wie Alban Berg befördert, der einen hinreißenden Satz über das Blümelein so kleine hinterlassen hat, und sein Stern leuchtet über allem.
Es singt, weit entfernt von der betulichen Staubigkeit der Kirchenchortradition, ein dekoriertes Ensemble, und wer Platz machen will in seinem Herzen für Innigkeit und Segen und Halleluja, der tue sich dies rein:

In dulci jubilo. Norddeutscher Figuralchor, Jörg Straube.
MDG 947 1651-6

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